spongebob-politik des professors

ein sommergesprächsabend mit alexander van der bellen bringt viele erkenntnisse. vor allem: die grünen haben offensichtlich kein programm.ich gebe zu: die überlegte art van der bellens, die bereitschaft, auch mal vage und dafür aber differenzierte aussagen zu treffen, all das ringt mir von zeit zu zeit durchaus respekt ab. das heutige sommergespräch mit armin wolf aber lässt mich verblüfft zurück. van der bellen war den ganzen abend so gut wie gar nicht bereit, auch nur irgendeine aussage darüber zu treffen, was jetzt wirklich grüne grundsätze sind. ganz im gegenteil: so gut wie alles war schwammig, so gut wie alles im ernstfall verhandelbar. so war der grüne front-mann nicht einmal imstande, sich zum wirtschafts-programm der wiener grünen zu bekennen. das ist ja alles mehr als lächerlich.

ich komme immer mehr drauf: es gibt einen wirklichen grund, grün zu wählen. irgendwas zwischen lifestyle und sympathie zu den van der bellens und glawischniggs. politische grundsätze können es jedenfalls nicht sein.

dabei würde ich mir das auch als roter durchaus wünschen, denn dann wäre eine wirkliche politische auseinandersetzung mit der zweiten bürgerlichen kraft überhaupt erst möglich. schade.

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