pa krippenplätze

meine presseaussendung zum thema "krippenplätze in wien". ihr niederschlag findet sich im online-standard

Krippenplätze – SP-Wutzlhofer: "Wien hat das beste Angebot in
Österreich!"
Teddybären lösen die Unterversorgung im Rest Österreichs nicht

Wien (SPW-K) – "Drei Viertel aller österreichischen Krippenplätze
sind in Wien, für jedes 2. Kind unter 3 Jahren gibt es einen
Krippenplatz – insgesamt gibt es 11.500 städtische und private
Krippenplätze in der Stadt. Zu diesen Plätzen kommen noch Tagemütter
hinzu, die von Wien zusätzlich gefördert werden", reagierte heute
Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer auf Aussagen von VP-Hahn. "Die Wiener ÖVP agiert also mit vollkommen falschen Zahlen."

Insgesamt spiele bei den Betreuungswünschen der Eltern die
Versorgung der 1- bis3 jährigen Kinder eine wesentlich größere Rolle
– für die Altersgruppe der 0 bis Einjährigen sei der Bedarf in Wien
nahezu Null, so Wutzlhofer weiter. "2003 wurden in den städtischen
Einrichtungen nur rund 30 Kinder im Alter von 0- bis einem Jahr
betreut." Grundsätzlich würden berufstätige Eltern, die einen
Krippenplatz benötigen, nicht abgelehnt. "Wenn im städtischen Bereich
kein adäquater Platz gefunden werden kann, werden die Eltern bei der
Suche nach einer privaten Kinderbetreuungseinrichtung inklusive
Tageseltern und Kindergruppen unterstützt. Wenn das Einkommen gering
ist, erhalten die Eltern darüber hinaus einen Zuschuss zum
Elternbeitrag in der privaten Kinderbetreuungseinrichtung." Wien habe
das vorgegebene EU-Ziel längst erreicht, "weil wir die Zahl der
versorgten 1- bis 3jährigen berechnen und nicht der 0- bis 1jährigen
– "weil dort kein Bedarf besteht!"

Vollkommen unzureichend sei dagegen die österreichweite
Betreuungssituation für Kleinstkinder: "Die Teddybären der Wiener ÖVP
werden wohl auch nicht dazu beitragen, dass in Österreich die von der
EU vorgegebene Betreuungsquote von 33 Prozent bis 2010 erreicht wird:
Selbst wenn neben den Kindertagesheimen auch alle anderen
Betreuungsformen mit eingerechnet werden, steigt die österreichweite
Betreuungsquote seit 1995 nur um 0,75 Prozent pro Jahr. Damit würde
das EU-Ziel erst in 30 Jahren erreicht!"

"Am sinnvollsten wäre es, die Wiener ÖVP würde all ihren Elan für
Ãœberzeugungsarbeit in den VP-regierten Bundesländern aufwenden: Denn hier fehlen nicht nur tausende Krippen- und Kindergartenplätze – die wenigen Einrichtungen, die es gibt, sperren oft auch noch über Mittag
einfach zu! In diesen Bundesländern hätte die ÖVP auch längst
Gelegenheit gehabt, das immer wieder wiederholte Gratis-Kindergartenjahr umzusetzen. Warum ist das bis jetzt nicht
passiert?", so Wutzlhofer abschließend.

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