nicht schön…

…finde ich die aussagen diverser övp-politikerInnen zu den kommenden koalitionsverhandlungen. ein paar aussagen muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen – es bleibt ein bitterer nachgeschmack.

wenn am kommenden mittwoch bundespräsident fischer unserem vorsitzenden alfred gusenbauer den auftrag zur regierungsbildung erteilen wird, steht dem SPÖ-verhandlungsteam ein steiniger weg bevor! das zeigen die vielen aussagen aus der ÖVP, die sich mit der niederlage nicht abfinden wollen. einige von ihnen fantasieren über neuwahlen und wollen die östereicherInnen offenbar solange wählen lassen, bis der schüssel-partie das ergebnis passt.

besonders ungustiös finde ich das liebäugeln mit einer regierung aus ÖVP, FPÖ und BZÖ. einmal davon abgesehen, dass schüssel vor und NACH der wahl eine zusammenarbeit mit der strache-partie ausgeschlossen hat: es ist einfach unglaublich, wie ein christlich-sozialer einer zusammenarbeit mit dem rechten rand einmal mehr das wort reden und sich dann noch in den spiegel schauen kann.

ein kleiner vergleich von aussagen, die in den letzten tagen getätigt worden sind, schafft klarheit über unterschiedliche zugänge – zu demokratie, zu stilfragen und zur sichtweise von sieg und niederlage…

 

"Ich werde mit ausgestreckter Hand in die Verhandlungen gehen."
(Alfred Gusenbauer vor demGespräch mit Bundespräsident Heinz Fischer, 3.10.2006)

"Gusenbauerredet zwar vonder ausgestreckten Hand, aber nicht, um sie uns zu reichen,sondern um damitzuzuschlagen."

(Landwirtschaftsminister Pröll,"Kurier",06.10.2006)

 

"… Ich gehe davon aus, dass wirzusammenfindenwerden."

(Gabi Burgstaller,6.10.2006in den SalzburgerNachrichten)

 

"Ich treffe in der ÖVP niemanden, der für eineKoalition mit der Gusenbauer-SPÖ ist. Die ÖVP hat keinen Grund, auf die linken SPÖ-Positionen einzugehen …Die SPÖ agiert überheblich: Sie geriert sich, als hätte sie die absoluteMehrheit erreicht. Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, mit der SPÖinhaltlich zusammen zu kommen."

(ÖAAB-Generalsekretär Amon, APA,05.10.2006)

 

"… Wir bemühen uns hier, ein vernünftiges Gesprächsklima im Interesse Österreichs zu entwickeln." Josef Cap (ORF-Morgenjournal, 6.10.2006)

 

Im Landesparteivorstand der steirischen ÖVP war die Stimmung klar gegen Große Koalition mit der SPÖ gerichtet. Laut LHStv. und VP-Obmann Hermann Schützenhöfer möchte man sich nicht festlegen, bevor nicht die Wahlkarten ausgezählt seien. "Der Wunsch der Basis ist es jedenfalls, in Opposition zu gehen. Wenn wir das nicht tun, werden wir das nur schwer erklären können", so Schützenhöfer. (APA, 03.10.2006) Bereits im Vorfeld allfälliger Koalitionsgespräche von SPÖ

 

 

 

 

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