karl schlögl – ein mann in der falschen partei

dass sich der purkersdorfer bürgermeister in aller regelmäßigkeit durch „die SPÖ sollte mit der FPÖ koalieren“-sager aus der vergessenheit retten will, ist eine sache. dass ihm qualitätsmedien dazu immer wieder raum geben, eine andere.

was dem fass aber den boden ausschlägt, ist die tatsache, das karl schlögl in der aktuellen ausgabe von mölzers „zur zeit“ ein interview gibt. abgesehen vom inhalt seiner aussagen, die den mann ja in die nähe zu allem möglichem, aber leider nicht zur sozialdemokratie, rücken, muss schon gefragt werden. weiß der ehemalige innenminister der republik nicht, was das für eine zeitschrift ist? weiß er nicht, dass dieses blatt „…das konsequente Eintreten gegen die political correctness, gegen das Prinzip Heuchelei und gegen den linken Tugendterror, der mit der Faschismuskeule unabhängiges Denken und Publizieren verhindern möchte“ als aufgabe verfolgt (das zitat stammt aus der laut österreichischem mediengesetz veröffentlichten blattlinie).

„zur zeit“ war und ist plattform für revisionisten, wiederbetätiger und nazi-verleugner. so mutiert hitler schon mal zum „großen sozialrevolutionär“ (1999), oder artikel enden mit „deutschland erwache“ (siehe dazu die ausführungen des dokumentationsarchives des österreichischen widerstandes über „zur zeit“ ).

sich dort interviewen lassen, ist schlicht und einfach wahnsinn. ich weiß nicht, was dieser mann in der sozialdemokratie verloren hat.

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