ich muss in mein frühan lebn a reblaus gwesen sein…

…lautet eine mögliche erkenntnis des trinkenden wieners über sein tiefes, inneres wesen (was aber als grundvoraussetzung ein vertrauen in eher buddhistische wiedergeburtstheorien voraussetzt). zum thema: anlässlich der dräuenden heurigensaison zieht renate brauner bilanz: in wien werden pro jahr 16 millionen achterl gekeltert – für eine großstadt ein wahnsinnswert. immerhin tun in wien 342 weinhauer auf 677 ha ihre arbeit. wiener wein ist daher eine ordentlich wichtige sache für unsere stadt – kulturell, landschaftlich, wirtschaftlich und kulinarisch.

einer blitzrechnung zufolge (in wien leben 1,3 mio bürgerInnen im erlaubten weintrinkalter) bedeutet die oben angeführte zahl absolut gekelterter wiener achterl, dass auf jedeN wienerIn 12, 3 achterl im jahr – also ca. 4 ml am tag kommen (das entspricht etwa dieser größe). und das bei fiktivem null-außenhandel. zur absoluten autarkie ist es daher wohl noch ein großer schritt. wenn wir also wissen, dass 200.000 leute aus niederösterreich in unserer stadt einen job finden, 4.000 lehrlinge aus dem arbeitsärmeren umland reinpendeln, wien für ganz österreich kultur-, bildungs- gesundheits- und forschungsversorgerin ist: vergessen wir nie, dass wir ohne die hochquellwasserleitung und ohne weinimporte verdursten würden….

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