„Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte“

strache im waldDieses Zitat stammt vom Maler Max Liebermann, anlässlich eines SA-Fackelzugs vor seiner Tür 1933. Wie soll ich sagen…die Wortwahl liegt mir dieser Tage auch auf der Zunge, und zwar oft. Anlässlich der Nazi-Pöbeleien in Ebensee, anlässlich der Ausfälle von ein paar Schülern bei einem Mauthausen-Besuch. Vor allem aber anlässlich eines politischen Lagers, das meiner Meinung nach genau diese Stimmung ausnützt, und ja, diese Stimmung auch schafft. Wenn Strache in der Kronen-Zeitung „FPÖ-Veto gegen EU-Beitritt von Türkei und Israel“ schalten lässt, dann hat Kanzler Faymann völlig Recht, wenn er ihn einen Hassprediger nennt.

Denn diese Art von Hetzparolen bedienen antisemitische Ressentiments. Genauso schockiert, wie ich darüber bin, bin ich froh, dass Werner Faymann so klare Worte dafür findet. Strache ist eine Schande für Österreich – das müssen wir uns immer vor Augen halten, klar benennen und wir müssen dagegen auftreten. Auch dann, wenn wieder irgendein besonders Schlauer der Meinung ist, eine der anderen Parteien müsse sich irgendwelche „strategische Optionen“ offenhalten. Ein Brandstifter ist keine strategische Option.

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