Schwarzes Bodenpersonal

Wir wollen der schwarze Lotse für den roten Jumbo sein. Mit dieser eher weniger selbstbewussten Aussage hat Christine Marek das Wahlziel der ÖVP vor einigen Tagen beschrieben. Spannende Selbsteinschätzung: Selber Bodenpersonal sein wollen, denn das Fliegen großer Flugzeuge mit Menschen an Bord überlässt man lieber Profis. Da kann ich mit – immerhin  zeugen Mareks Auftritte und Ausritte der letzten Wochen nicht gerade von Sachkenntnis die Wiener Kommunalpolitik betreffend.

Gestern haben die Stadtschwarzen aber eins drauf gelegt. Das fehlende Selbstbewusstsein angesichts der Herausforderungen in einer großen Stadt kann man besser gar nicht illustrieren: Marek plakatiert Michael Häupl! Und der Spruch dazu: frischer Wind für Wien. Das ÖVP-Logo am Plakat verblüfft (So geht’s auch Hans Rauscher im heutigen Standard-Einserkastl). Für frischen Wind garantiert Michael Häupl – das inhaltlich laue Lüfterl der ÖVP in diesem Wahlkampf kann nicht gemeint sein…

Für alle, die mir nicht glauben – das Plakat gibt’s wirklich:

Diese Performance spricht dafür, dass sich in der ÖVP die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass Michael Häupl der beste Bürgermeister für Wien ist. Die Schauspielerin Christiane Hörbiger formuliert das so: „Michael Häupl ist einfach der richtige! Er hat es bisher wunderbar gemacht, er wird es weiter wunderbar machen!“ Interessant zu wissen: Christiane Hörbiger ist mit dem ÖVP-Gemeinderatskandidaten Gerhard Tötschinger verheiratet…

Nun: Fehlt nur mehr der nächste, konsequente Schritt: Wer Häupl als Bürgermeister will, muss Häupl wählen. Aber das ist dann das Thema für die nächste ÖVP-Plakatserie…

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