Weil SchülerInnen Strafandrohungen eher nicht so brauchen…

Ein besonderes Beispiel für die „Zeiten fokussierter Unintelligenz“, wie Michael Häupl die Wochen und Monate vor Wahlen bezeichnet hat, ist die aktuelle Debatte um „Integrationsunwilligkeit“. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass ich keine Lust verspüre, darauf mit einem langen Blogeintrag einzugehen. Warum? Weil es mir nicht scheint, dass es sich hier um eine rationale Debatte handelt. Weil’s wirklich daneben ist, vor dem Eindruck von Terroranschlägen darüber nachzudenken, dass Österreich ein Problem damit hat, dass männliche muslimische Schüler ihre Lehrerinnen nicht akzeptieren können. Und weil es einigermaßen frech ist, in einem (reichen!) Land wie Österreich, das bei dem Wegräumen diverser Hürden für die Integration …äh: Luft nach oben! hat, das Problem bei der „Unwilligkeit“ von Zuwanderern zu suchen. Mir fielen da ein paar andere Dinge ein: uneingeschränkter Zugang zu Bildung und Ausbildung für minderjährige Flüchtlinge zum Beispiel oder die Koppelung von Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung. Staatsbürgerschaft für alle, die in Österreich geboren sind und aufwachsen zum Beispiel. Erfüllen der Asylaufnahmequoten zum Beispiel. Und ja, auf die Schule bezogen: Ausbau von schulpsychologischer Betreuung, konsequenter Laizismus und das Vermitteln von demokratischen Werten und StaatsbürgerInnen-Wissen in der Schule zum Beispiel.

Jedenfalls: Zum letzten Beispiel werden wir heute im Landtag einen Antrag für die Einführung eines Schulfaches politische Bildung ab der 5. Schulstufe einbringen. Here we go!
antrag politische bildung

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